Zum Inhalt springen
Donnerstag, 3. September 2026 Kontakt
Innovation

Impulszentrum Niklasdorf - Werkstoffe und der Materials Innovation Hub

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Impulszentrum Niklasdorf besteht seit 1990 und ist auf Materialien sowie Oberflächen- und Werkstofftechnologien ausgerichtet, mit Schwerpunkt auf Prototypen- und Anlagenbau.
  • Auf rund 5.450 Quadratmetern Gebäudefläche und 13.800 Quadratmetern Grund sind 20 Mieter mit etwa 120 Beschäftigten angesiedelt.
  • Im September 2022 eröffnete mit dem Materials Innovation Hub der fünfte Bauabschnitt: 1.600 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche mit drei Hallen für bis zu sechs Unternehmen.
  • Die Investition betrug 3,894 Millionen Euro, davon kamen 2,1 Millionen aus dem EU-Programm IWB/EFRE.
  • Enge Partner sind die Montanuniversität Leoben und Joanneum Research.
  • Adresse ist der Parkring 1 bis 4 in 8712 Niklasdorf, mit Anbindung an die S6 und die A9 bei St. Michael.

Nur wenige Kilometer von Leoben entfernt steht ein Standort, der seit 1990 auf ein Thema setzt, das die Obersteiermark seit jeher prägt: Werkstoffe. Das Impulszentrum Niklasdorf beherbergt heute 20 Unternehmen mit rund 120 Beschäftigten und hat sich auf Materialien, Oberflächen- und Werkstofftechnologien spezialisiert, mit besonderem Augenmerk auf Prototypen- und Anlagenbau.

Fläche für Werkstätten, nicht nur für Schreibtische

Das Zentrum verfügt über rund 5.450 Quadratmeter Gebäudefläche auf einem Grundstück von 13.800 Quadratmetern. Diese Relation ist charakteristisch: Wer Prototypen baut oder Anlagen testet, braucht Hallenhöhe, Bodenlasten und Erweiterungsflächen, nicht Büroetagen. Der Standort am Parkring 1 bis 4 in Niklasdorf liegt nahe der Semmering-Schnellstraße S6 und dem Knoten St. Michael an der A9, womit sowohl die Region als auch der Fernverkehr erschlossen sind.

Ein wesentlicher Teil des Standortwerts liegt in der Nachbarschaft: Das Zentrum arbeitet eng mit der Montanuniversität Leoben und mit Joanneum Research zusammen, unter anderem über das ZAT, das Zentrum für angewandte Technologie. Für kleine Betriebe bedeutet das Zugang zu Prüfmöglichkeiten und Fachwissen, die sie selbst nicht vorhalten können.

Der Materials Innovation Hub

Am Dienstag, dem 27. September 2022, eröffnete der fünfte Bauabschnitt des Zentrums. Der Materials Innovation Hub war im Oktober 2021 in Bau gegangen und brachte rund 1.600 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche dazu, aufgeteilt auf drei Hallen sowie Büro- und Seminarflächen. Platz finden dort bis zu sechs Unternehmen.

Kennzahl Materials Innovation Hub
Bauzeit Oktober 2021 bis September 2022
Investition 3,894 Millionen Euro
Förderung 2,1 Millionen Euro aus dem EU-Programm IWB/EFRE
Fläche rund 1.600 Quadratmeter, drei Hallen plus Büros
Mietpreis Büro 7,26 Euro je Quadratmeter netto
Mietpreis Labor, Werkstatt, Halle 5,50 Euro je Quadratmeter netto

Die veröffentlichten Mietpreise sind ein seltener Einblick, weil Gewerbeflächen üblicherweise verhandelt und nicht ausgeschrieben werden. Sie zeigen, worin die Förderung praktisch besteht: Ein Quadratmeter Halle zu 5,50 Euro netto liegt deutlich unter dem, was vergleichbare Flächen im Grazer Umland kosten.

Für wen der Standort gedacht ist:
Angesprochen sind technologieorientierte Gründungen und kleine Betriebe, die vom Labormaßstab in Richtung Fertigung wollen. Genau in dieser Phase fehlt es an Flächen, die Werkstatt und Büro verbinden, ohne dass gleich eine eigene Halle gebaut werden muss.

Einordnung in die Region

Niklasdorf liegt im Bezirk Leoben und damit in einer Region, deren Wirtschaft von Metall, Werkstoffen und Anlagenbau geprägt ist. Der thematische Zuschnitt des Zentrums folgt dieser Struktur und schließt an die beiden Leobener Impulszentren für Rohstoffe und Werkstoffe an. Gemeinsam bilden die drei Standorte eine Kette von der Grundlagenforschung an der Montanuniversität bis zur Fertigung.

Wie das Zentrum in das landesweite Netz eingebettet ist, zeigt der Überblick zu den steirischen Impulszentren. Zur wirtschaftlichen Lage der Region gibt der Beitrag zur Obersteiermark rund um Mur und Mürz Auskunft.

Ausblick: Mit dem fünften Bauabschnitt hat der Standort zuletzt in jenem Feld zugelegt, das für die obersteirische Industrie am wichtigsten ist. Ob ein sechster folgt, wird davon abhängen, wie schnell sich die neuen Hallen füllen und ob die Konjunktur in der Werkstoffbranche wieder anzieht. Besichtigungen vermittelt die SFG.

Quellen