- Das Impulszentrum für Werkstoffe (IZW) in Leoben ist auf Werkstoffe und Nanotechnologie spezialisiert und besteht seit 2006.
- Mit 9.915 Quadratmetern Gesamtfläche und 5.437 Quadratmetern vermietbarer Fläche ist es das größte der Leobener Impulszentren.
- Das sechsgeschoßige Gebäude vereint Werkstätten mit Labor-, Büro- und Seminarräumen.
- Eine Brücke verbindet es direkt mit dem benachbarten Gebäude der Montanuniversität.
- Betriebe werden über die gesamte Kette begleitet: von Forschung und Entwicklung über die Prototypenfertigung bis zur Serienproduktion.
- Adresse ist die Roseggerstraße 12 in 8700 Leoben.
Wenn ein Unternehmen ein neues Material entwickelt, liegen zwischen der ersten Laborprobe und der Serienfertigung mehrere Jahre und eine Reihe von Zwischenschritten, für die es jeweils andere Räume und Geräte braucht. Das Impulszentrum für Werkstoffe in Leoben bildet diese Abfolge an einem Ort ab: Es begleitet Betriebe von Forschung und Entwicklung über die Prototypenfertigung bis zur Serienproduktion.
Das größte der drei obersteirischen Zentren
Errichtet wurde das IZW im Jahr 2006. Mit 9.915 Quadratmetern Gesamtfläche, davon 5.437 Quadratmeter vermietbar, ist es deutlich größer als das benachbarte Impulszentrum für Rohstoffe mit seinen 3.358 Quadratmetern. Das sechsgeschoßige Haus in der Roseggerstraße 12 vereint Werkstätten mit Labor-, Büro- und Seminarräumen, deckt also sowohl die schmutzigen als auch die sauberen Arbeitsschritte ab.
Baulich hervorzuheben ist eine Brücke, die das Zentrum direkt mit dem benachbarten Gebäude der Montanuniversität verbindet. Diese Verbindung ist mehr als eine Bequemlichkeit: Sie macht den Weg zwischen Universitätslabor und Unternehmensfläche zur Frage von Minuten und senkt damit die Schwelle für gemeinsame Projekte.
Das IZW von 2006 ist mit 9.915 Quadratmetern Gesamtfläche das größere Haus und deckt Werkstoffe und Nanotechnologie ab. Das IZR von 2010 ist mit 3.358 Quadratmetern kompakter, dafür auf schwere Rohstoffforschung ausgelegt. Beide liegen in der Roseggerstraße, wenige Hausnummern voneinander entfernt.
Schnittstelle zwischen Universität und Industrie
Die erklärte Funktion beider Leobener Zentren ist die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie sollen Forschungs- und Technologiekooperationen zwischen der Montanuniversität und Unternehmen ermöglichen und begleiten. Für die Steiermark ist das ein Kernanliegen: Die Montanuniversität ist international für Werkstoffwissenschaft anerkannt, und der wirtschaftliche Nutzen dieser Position entsteht erst, wenn Ergebnisse in Betrieben landen.
Der thematische Zuschnitt auf Werkstoffe und Nanotechnologie trifft dabei auf eine Region mit entsprechender industrieller Substanz. In unmittelbarer Reichweite arbeiten Unternehmen wie AT&S in Leoben an IC-Substraten, und die Stahl- und Metallbetriebe der Mur-Mürz-Furche bilden das industrielle Umfeld, in dem neue Werkstoffe zur Anwendung kommen.
Wie das Zentrum in die Kette passt
Innerhalb des Netzes der steirischen Impulszentren bilden drei Standorte in der Obersteiermark eine zusammenhängende Abfolge: Das IZR arbeitet am Anfang der Kette, bei Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen. Das IZW schließt mit Werkstoffentwicklung und Nanotechnologie an. Das Impulszentrum Niklasdorf deckt schließlich Oberflächentechnologien sowie Prototypen- und Anlagenbau ab.
Diese Staffelung ist kein Zufall, sondern folgt der Struktur einer Region, deren Wirtschaft seit Jahrhunderten am Material hängt. Für ein Unternehmen bedeutet sie, dass ein Standortwechsel innerhalb der Entwicklungsphasen möglich ist, ohne die Region verlassen zu müssen.