13 aktive Förderaktionen und ein Fördervolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich: So sieht das Instrumentarium aus, mit dem die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft 2026 arbeitet. Geführt wird sie seit 1. April 2019 von Christoph Ludwig - einem Mann, der die Landesverwaltung von innen kennt, weil er 17 Jahre lang in ihr gearbeitet hat.
- Christoph Ludwig, geboren am 28. Jänner 1974 in Graz, ist seit 1. April 2019 Geschäftsführer der SFG
- Nach dem Betriebswirtschaftsstudium arbeitete er in Wien unter anderem als M&A-Manager bei Siemens für Zentral-, Süd- und Osteuropa
- 2002 holte ihn der damalige Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl in die Landespolitik
- In 17 Jahren begleitete er drei Wirtschaftslandesräte, zuletzt als Büroleiter von Barbara Eibinger-Miedl
- Er folgte auf den langjährigen SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck
- Die SFG unterstützt steirische Betriebe 2026 mit 13 Förderaktionen von der Gründung über die Digitalisierung bis zum Export
- Geboren
- 28. Jänner 1974 in Graz
- Ausbildung
- Studium der Betriebswirtschaft
- Stationen
- Tätigkeit für zwei Konzerne in Wien, M&A-Manager bei Siemens mit Zuständigkeit für Zentral-, Süd- und Osteuropa, ab 2002 Mitarbeit im Büro des Wirtschaftslandesrats Herbert Paierl, in der Folge Leitungsfunktionen bei drei Wirtschaftslandesräten, zuletzt Büroleiter von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl
- Aktuell
- Geschäftsführer der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (seit 1. April 2019)
Vom Konzern in die Landespolitik
Ludwig kam 1974 in Graz zur Welt und ging nach dem Betriebswirtschaftsstudium nach Wien. Dort arbeitete er für zwei Konzerne, unter anderem als M&A-Manager bei Siemens, wo er für Zentral-, Süd- und Osteuropa zuständig war. Das Geschäft mit Firmenübernahmen und Beteiligungen ist eine ungewöhnliche Vorbildung für eine Förderagentur - es erklärt aber, warum Ludwig Finanzierungsfragen aus Sicht der Kapitalgeber denkt.
2002 kam der Ruf des damaligen Wirtschaftslandesrats Herbert Paierl. Was als eine Station gedacht war, wurde zu 17 Jahren: Ludwig begleitete drei Wirtschaftslandesräte, überwiegend in Leitungsfunktionen, zuletzt als Büroleiter der Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Damit war er über anderthalb Jahrzehnte an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaftsförderung tätig.
An der Spitze der SFG
Am 1. April 2019 übernahm Ludwig die Geschäftsführung der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und folgte damit auf Burghard Kaltenbeck, der die Organisation über viele Jahre geführt hatte. Die Bereiche Förderungen und Finanzierung sowie Wirtschaftsentwicklung und Innovationsinfrastruktur verantworten Gerlinde Siml und Gerd Holzschlag.
| Aufgabenfeld der SFG | Inhalt |
|---|---|
| Förderungen | Zuschüsse und Programme für Gründung, Investition, Digitalisierung, Export |
| Finanzierung | Haftungen, Beteiligungen und Finanzierungslösungen für Betriebe |
| Standortentwicklung | Innovationsinfrastruktur, Impulszentren, Betriebsansiedlung |
| Beratung | Persönliche Begleitung von Unternehmen durch das Förderwesen |
| Umfang 2026 | 13 aktive Förderaktionen, Volumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich |
Die SFG ist die zentrale Förderstelle des Landes und damit erste Anlaufstelle für steirische Betriebe, bevor Bundes- und EU-Ebene ins Spiel kommen. Wer die Förderprogramme 2026 nutzt, kombiniert sie häufig mit Instrumenten der Austria Wirtschaftsservice oder der Forschungsförderungsgesellschaft. Die Abstimmung dieser Ebenen ist ein wesentlicher Teil der Arbeit.
Die Rolle zwischen Politik und Betrieb
Die SFG steht im Eigentum des Landes und setzt dessen wirtschaftspolitische Beschlüsse operativ um. Ludwig tritt entsprechend häufig gemeinsam mit dem zuständigen Regierungsmitglied auf - etwa bei der Vergabe des Innovationspreises Steiermark, den er mit Wirtschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer präsentierte.
Im März 2026 vertiefte die SFG unter seiner Führung die Zusammenarbeit mit der Region Oststeiermark, um Förderungen gezielter in die Bezirke zu bringen. Solche regionalen Andockstellen sind der praktische Versuch, das Gefälle zwischen dem gut versorgten Grazer Raum und den Randregionen zu verringern.