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Dienstag, 11. August 2026 Kontakt
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Barbara Eibinger-Miedl - von der Wirtschaftslandesrätin ins Finanzministerium

Sieben Jahre lang war Barbara Eibinger-Miedl das politisch verantwortliche Gesicht der steirischen Wirtschaftspolitik - zuständig für Wirtschaft, Tourismus, Regionen sowie Wissenschaft und Forschung. Seit März 2025 sitzt die Grazerin als Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen und damit an jener Stelle, an der über Steuern, Budgets und Standortkosten entschieden wird.

Das Wichtigste in Kürze
  • Barbara Eibinger-Miedl, geboren am 30. Jänner 1980 in Graz, studierte Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Graz
  • Ihre politische Laufbahn begann 2004, Stationen waren unter anderem der Gemeinderat in Seiersberg und der Bundesrat
  • Ab April 2017 war sie Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung, zuletzt auch für Finanzen
  • Im Dezember 2024 endete ihre Zeit in der Landesregierung, seit März 2025 ist sie Staatssekretärin im Finanzministerium
  • Ihr Nachfolger als steirischer Wirtschaftslandesrat wurde der Quereinsteiger Willibald Ehrenhöfer
  • Als Staatssekretärin verantwortet sie unter anderem die österreichische Finanzbildungsstrategie
Lebensdaten
Geboren
30. Jänner 1980 in Graz
Ausbildung
Studium der Rechtswissenschaften und der Betriebswirtschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz
Stationen
Tätigkeit als Geschäftsführungsassistentin, Einstieg in die Politik (2004), Gemeinderätin in Seiersberg, Mitglied des Bundesrats, Funktionen in der Steirischen Volkspartei, Landesrätin der Steiermark (April 2017 bis Dezember 2024)
Aktuell
Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen (seit März 2025)
Familie
Verheiratet, ein Kind

Der Weg in die Landesregierung

Eibinger-Miedl kam 1980 in Graz zur Welt und studierte an der Universität Graz zwei Fächer, Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft. Nach dem Studium arbeitete sie als Assistentin der Geschäftsführung, ehe sie 2004 in die Politik wechselte.

Es folgten die klassischen Stationen einer Landeskarriere: Gemeinderat in Seiersberg, Bundesrat, Funktionen in der Landespartei. Im April 2017 rückte sie in die Landesregierung auf und übernahm das Wirtschaftsressort samt Tourismus, Regionen sowie Wissenschaft und Forschung. Der Ressortzuschnitt veränderte sich über die Jahre, zuletzt kamen auch die Finanzen dazu.

Sieben Jahre Wirtschaftsressort

In ihre Amtszeit fielen die Corona-Jahre mit ihren Hilfspaketen, die Energiepreiskrise und der Beginn des industriellen Umbaus. Als politisch Verantwortliche für die Wirtschaftsförderung war sie zugleich Eigentümervertreterin der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft - deren heutiger Geschäftsführer Christoph Ludwig war zuvor ihr Büroleiter.

Zeitraum Funktion
ab 2004 Einstieg in die Politik, Gemeinderat Seiersberg, Bundesrat
April 2017 bis Dezember 2024 Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung
seit März 2025 Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen
Gut zu wissen:
Die Kombination aus Wirtschaft und Wissenschaft in einem Ressort ist in Österreich nicht selbstverständlich und hat für die Steiermark praktische Folgen: Förderentscheidungen für Betriebe und für Forschungseinrichtungen liefen über denselben Schreibtisch. Institutionen wie der Science Park Graz oder die Ausgründungen der TU Graz sitzen genau an dieser Schnittstelle.

Der Wechsel nach Wien

Im Dezember 2024 endete ihre Zeit in der Landesregierung, im März 2025 wurde sie als Staatssekretärin im Finanzministerium angelobt. Die steirische Volkspartei präsentierte als Nachfolger für das Wirtschaftsressort mit Willibald Ehrenhöfer einen politischen Quereinsteiger, der zuvor in führender Position bei Mayr-Melnhof tätig war.

Im Bundesministerium hat Eibinger-Miedl unter anderem die österreichische Finanzbildungsstrategie übernommen, die sie 2025 auch international präsentierte. Ihre öffentlichen Auftritte kreisen um Wettbewerbsfähigkeit und Reformbedarf - Themen, die sie schon als Landesrätin bespielt hat, nun aber aus der Perspektive des Bundesbudgets.

Was die Steiermark davon hat

Für den Standort ist die Personalie insofern relevant, als steirische Anliegen - Investitionsförderung, Energiekosten, Forschungsprämie - im Finanzministerium entschieden werden. Eine Steirerin mit sieben Jahren Ressortverantwortung im Land kennt die Argumente der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer aus erster Hand.

Ausblick: Die kommenden Budgets stehen unter Konsolidierungsdruck, während gleichzeitig Investitionsanreize für die Dekarbonisierung der Industrie gefordert werden. Beides zusammen geht nur begrenzt. Für Eibinger-Miedl ist das die inhaltliche Klammer ihrer Funktion - und der Punkt, an dem sich zeigt, wie viel Standortpolitik ein Finanzressort betreiben kann.

Quellen