Zum Inhalt springen
Dienstag, 11. August 2026 Kontakt
Menschen

Christoph Holzer - der Spar-Chef mit 256 Märkten in der Steiermark

256 Spar-Märkte in der Steiermark, davon 125 in der Hand selbständiger Kaufleute, über 7.750 Beschäftigte in der Steiermark und im Südburgenland: Die Grazer Spar-Zentrale versorgt ein Gebiet mit rund 1,5 Millionen Menschen. Geführt wird sie seit 2012 von Christoph Holzer, einem gelernten Maschinenschlosser mit Jusstudium, der 1996 ins Unternehmen eintrat.

Das Wichtigste in Kürze
  • Christoph Holzer, geboren am 21. Februar 1966 in Graz, führt seit 2012 die Spar-Region Steiermark und Südburgenland
  • Er absolvierte eine Lehre als Maschinenschlosser, studierte Rechtswissenschaften und besuchte die Unternehmerakademie
  • 1996 trat er in das Unternehmen ein, seit 2012 verantwortet er die Grazer Zentrale
  • Zum Gebiet gehören 256 Märkte in der Steiermark, davon 125 von selbständigen Kaufleuten geführt
  • Über 7.750 Menschen arbeiten in der Steiermark und im Südburgenland für das Unternehmen
  • Für Herbst 2026 wurden 100 Lehrstellen in über zehn Lehrberufen ausgeschrieben
Lebensdaten
Geboren
21. Februar 1966 in Graz
Ausbildung
Lehre als Maschinenschlosser, Studium der Rechtswissenschaften, Unternehmerakademie
Stationen
Eintritt bei Spar (1996), verschiedene Funktionen im Unternehmen
Aktuell
Geschäftsführer der Spar-Zentrale Graz für die Steiermark und das Südburgenland (seit 2012)
Familie
Verheiratet, ein Kind

Vom Maschinenschlosser zum Regionalchef

Holzers Ausbildungsweg ist für eine Führungsposition im Handel ungewöhnlich. Der 1966 in Graz geborene gelernte Maschinenschlosser studierte anschließend Rechtswissenschaften und besuchte die Unternehmerakademie. 1996 trat er bei Spar ein, 2012 übernahm er die Verantwortung für die Region Steiermark und Südburgenland.

Mit inzwischen 14 Jahren an der Spitze gehört er zu den dienstältesten Regionalgeschäftsführern des Konzerns. Die Spar-Struktur mit sechs regionalen Zentralen gibt diesen Positionen mehr Gewicht als in zentral geführten Handelsketten: Sortimentsentscheidungen, Standortpolitik und die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten liegen weitgehend vor Ort.

Das Gebiet in Zahlen

Kennzahl Spar Steiermark und Südburgenland Wert
Märkte in der Steiermark 256
davon von selbständigen Kaufleuten geführt 125
Beschäftigte über 7.750
Versorgungsgebiet rund 1,5 Millionen Menschen
Lehrstellen Herbst 2026 100 in über zehn Lehrberufen
Umsatz der Spar Österreich-Gruppe 2025 22,3 Mrd. Euro (plus 4 Prozent)
Gut zu wissen:
Dass fast die Hälfte der steirischen Märkte selbständigen Kaufleuten gehört, unterscheidet Spar von den filialisierten Mitbewerbern. Für die Nahversorgung im ländlichen Raum ist das relevant: Selbständige Kaufleute betreiben häufig Standorte, die als reine Filiale nicht rentabel wären. Zugleich hängt die Nachfolge dieser Betriebe an denselben Fragen wie in anderen Branchen der Betriebsübergabe.

Lehre als Dauerthema

Holzer tritt öffentlich vor allem zu einem Thema auf: der Lehrlingsausbildung. Für Herbst 2026 schrieb das Unternehmen in der Steiermark und im Südburgenland 100 Lehrstellen in über zehn Lehrberufen aus. Der Handel zählt gemeinsam mit dem Gewerbe zu den größten Lehrlingsausbildern des Landes und konkurriert dabei mit der Industrie um dieselben Jahrgänge.

Seine wiederkehrende Botschaft ist, dass die Lehre solide Ausbildung mit realen Aufstiegsperspektiven verbinde - ein Argument, das er mit der eigenen Biografie belegen kann. Wie sich der Lehrstellenmarkt tatsächlich entwickelt, zeigt die steirische Lehrlingsstatistik.

Investitionen und Regionalität

Unter Holzers Führung baute das Unternehmen zuletzt das Logistikzentrum in Graz-Puntigam aus und setzt den Schwerpunkt auf Modernisierung bestehender Märkte statt auf reine Flächenexpansion. Ein zweiter Strang ist die Zusammenarbeit mit regionalen Lebensmittelproduzenten, deren Produkte über die Regalflächen der Kette einen Vertriebsweg finden, den sie allein nicht aufbauen könnten.

Die Spar Österreich-Gruppe erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von 22,3 Milliarden Euro bei einem Plus von vier Prozent und kündigte Investitionen von 800 Millionen Euro an.

Ausblick: Der Lebensmittelhandel in Österreich ist weitgehend verteilt, Wachstum entsteht über Fläche, Sortiment und Preis. Für Holzers Region liegt die schwierigere Aufgabe im ländlichen Raum: Standorte in schrumpfenden Gemeinden zu halten, ohne dass die Rechnung an der Kundenfrequenz scheitert.

Quellen