2005 startete der steirische Umwelttechnik-Cluster mit 80 Unternehmen. Heute arbeitet das Green Tech Valley mit rund 270 Partnern aus Wirtschaft und Forschung, in der Region sind über 30.000 Menschen in der Branche beschäftigt. Geführt wird das Netzwerk seit 2007 von Bernhard Puttinger, einem Ingenieur für Energie- und Gebäudetechnik mit einem MBA der Wirtschaftsuniversität Wien.
- Bernhard Puttinger, Jahrgang 1974, ist seit 2007 Geschäftsführer des Green Tech Valley Cluster mit Sitz in Graz
- Er ist ausgebildeter Ingenieur für Energie- und Gebäudetechnik, zertifizierter ISO-14000- und EMAS-Manager und hat einen Executive MBA der WU Wien
- Der Cluster wurde 2005 mit 80 Unternehmen gegründet und arbeitet heute mit rund 270 Partnern
- Im Verbund sind über 30.000 Menschen beschäftigt, über 2.300 Forschende arbeiten in der Steiermark und Kärnten an grünen Technologien
- Puttinger führt jährlich eine Erhebung der Green-Tech-Startups in Österreich durch: 2026 waren es 228 nach 215 im Vorjahr
- Der Cluster erstreckt sich über die Steiermark, Kärnten und das Burgenland
- Geboren
- 1974
- Ausbildung
- Ingenieurausbildung in Energie- und Gebäudetechnik, zertifizierter ISO-14000- und EMAS-Manager, Executive MBA der Wirtschaftsuniversität Wien
- Erfahrung
- Über 25 Jahre in Forschung und Industrie im Bereich grüner Innovationen
- Aktuell
- Geschäftsführer der Green Tech Valley Cluster GmbH, Waagner-Biro-Straße 100, 8020 Graz (seit 2007)
Ein Techniker mit Managementausbildung
Puttinger kam 1974 zur Welt und absolvierte eine Ingenieurausbildung in Energie- und Gebäudetechnik. Dazu kommen Zertifizierungen als ISO-14000- und EMAS-Manager, also im betrieblichen Umweltmanagement, sowie ein Executive MBA der Wirtschaftsuniversität Wien. Diese Mischung entspricht der Aufgabe: Ein Cluster muss technische Projekte beurteilen und zugleich Förderanträge, Konsortien und Unternehmenskooperationen organisieren.
Vor seiner Clustertätigkeit sammelte er nach eigenen Angaben über 25 Jahre Erfahrung in Forschung und Industrie im Feld grüner Innovationen. 2007 übernahm er die Geschäftsführung des damals zwei Jahre alten steirischen Umwelttechnik-Clusters.
Vom Nischencluster zur Standortmarke
Der Cluster startete 2005 mit 80 Unternehmen. Aus dem regionalen Zusammenschluss wurde in knapp zwei Jahrzehnten eine Standortmarke, die über die Landesgrenzen hinaus als Green Tech Valley firmiert und heute Steiermark, Kärnten und Burgenland umfasst.
| Kennzahl Green Tech Valley | Wert |
|---|---|
| Gründung des Clusters | 2005, mit 80 Unternehmen |
| Partner heute | rund 270 |
| Beschäftigte im Verbund | über 30.000 |
| Forschende in der Steiermark und Kärnten | über 2.300 |
| Green-Tech-Startups in Österreich 2026 | 228 (2025: 215) |
| Sitz | Waagner-Biro-Straße 100, 8020 Graz |
Ein Cluster ist keine Interessenvertretung, sondern eine Projektorganisation. Die Arbeit besteht darin, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu Konsortien zusammenzuführen, die gemeinsam Förderungen der FFG oder aus Horizon Europe beantragen. Damit steht der Cluster in derselben Kette wie AC Styria und Human Technology Styria, nur mit anderem Themenschwerpunkt.
Die jährliche Startup-Erhebung
Ein Instrument, mit dem Puttinger regelmäßig öffentlich sichtbar wird, ist die Erhebung der österreichischen Green-Tech-Startups. Für 2026 zählte sie 228 junge Technologieunternehmen mit Schwerpunkt Umwelt- und Klimaschutz, ein Plus von sechs Prozent gegenüber den 215 des Vorjahres.
Die Erhebung erfüllt zwei Zwecke: Sie liefert dem Standort ein Argument im internationalen Vergleich und dem Cluster eine Pipeline potenzieller Partner. Für DeepTech-Gründungen im Umweltbereich ist die Aufnahme in diese Liste oft der erste Kontakt zu etablierten Industriepartnern.
Inhaltliche Schwerpunkte
Die Projektarbeit des Clusters konzentriert sich auf Klima- und Kreislauflösungen: Anlagen für erneuerbare Energie, Abfallverwertung, Wasseraufbereitung, Energieeffizienz in der Industrie. Damit deckt das Netzwerk jene Felder ab, in denen steirische Betriebe wie Komptech oder Anlagenbauer aus dem Umfeld von Andritz international tätig sind.
Der Cluster versteht sich dabei als Vermittler zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie - eine Rolle, die messbar wird, wenn aus Projekten Aufträge entstehen.